Ausbildung der ehrenamtlichen Helfer

Die Voraussetzung, um Sterbende begleiten zu können, ist eine sorgfältige Vorbereitung. In dem Kurs "Verlass mich nicht, wenn ich schwach werde" , der sich über ca. ein Jahr erstreckt , werden unsere Ehrenamtlichen sorgfältig vorbereitet. Die Ausbildung umfasst folgende Einheiten:

  • einen Grundkurs ( 9 Einheiten zu je 3 Stunden),
  • eine Praktikumsphase
  • einen Vertiefungskurs (9 Einheiten zu je 3 Stunden)                                                            

Voraussetzung für diesen Kurs ist die Bereitschaft und die Offenheit sich selbst mit dem Thema "Tod und Sterben" auseinander zu setzen und sich in der Gruppe auszutauschen. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Befähigungskurse sind unter anderem:

  • Sensibilisierung für die Bedürfnisse der Sterbenden und deren Familienangehörigen
  • Gewinnen von Handlungskompetenz für die Begleitung sterbender Menschen
  • Auseinandersetzung mit den eigenen Erfahrungen und Ängsten im Umgang mit Krankheit, Sterben,Tod , Verlust und Trauer
  • Vorstellungen von Sterben und Tod
  • Wahrnehmung meines Gegenübers
  • Gesprächsführung
  • "Helferolle"
  • Persönliche Ressourcen und Grenzen
  • Spiritualität
  • ......

Das Praktikum dient dazu erste praktische Erfahrung im Besuch von schwerkranken und sterbenden Menschen zu sammeln und ein Gefühl dafür zu bekommen, einen Menschen regelmäßig zu besuchen und eine verbindliche Beziehung zu einem fremden Menschen aufzubauen.

Wichtig ist, dass sich der Begleiter mit sich selbst auseinandersetzt, um sich seiner eigenen Einstellung im Umgang mit Abschied, Tod und Trauer bewusst zu werden. Nur m Kontakt mit sich selbst kann der Begleiter seine Fähigkeiten, Erfahrungen und Begabungen im Dienst des Menschen weitergeben und einsetzen.

Ebenso wichtig ist es Achtung und Respekt vor dem gegenüberstehenden Menschen zu haben und ihn mit Würde zu betrachten.

 



von: http://www.hospizdienst-much.de/p/sterbebegleitung/ausbildung.html, Stand vom 08.01.2014, um 19:01 Uhr